Mittwoch, 16. Juli 2008

MIT ALMBLITZ INS ALL

Auf Einladung des Künstlerhauses wird ALMBLITZ im Rahmen des Monats der Fotografie 2008 an der Ausstellung "TRACES – Erinnerung in Fotografien" teilnehmen.
Wir werden dort die Installation PILGRIMAGE – MEMORY & SPACE zeigen. Sie hat nur am Rande etwas mit Rechnerleistung zu tun, wie alle Auseinandersetzungen von ALMBLITZ mit Technologie. Allerdings, und dies macht den wesentlichen Unterschied, können wir auf dem Terrain der Künste den Puls der Zeit mit all seinen Anwendungen (im Web 2.0) hinter uns lassen. Die Form des sprunghaften Denkens, die sich so auftut, ist dann nicht nur frei – wie bekanntermaßen die Kunst selbst – sondern für uns auch befreiend. Nicht als Selbstzweck, sondern um neuen Arbeits-Raum zu schaffen.
Gut, so geht das im Hin und Her zwischen Kunst und Angewandtem.

ASTRONAUT

Mit Almblitz ins All? Ja, das geht.

Die Ausstellung PILGRIMAGE wird eröffnet, wenn die Ausstellung TRACES endet. Zur Finnisage am 8. Dezember 2008 startet eine Reise ins All. Sie wird noch andauern, wenn hier alle Erinnerungsspuren gelöscht und längst vergessen sind.

To be continued …

© ALMBLITZ, 2008
Norbert Bacher, Christina Drimmel, Wolfgang Tonninger

Donnerstag, 10. Juli 2008

Macht das Web dumm?

Is the quick-read/Wikipedia-checking/information-now/skim-over-it/RSS-aggregating culture affecting our ability to take in deeper information? ...fragt Biran Runciman in seinem Blog zurecht und zitiert dabei nicht nur die Gartner Group, die den Gipfel der "unwanted objects on the web" bei mehr als 100 Millionen Blogs weltweit erreicht sieht.

Nicholas Carr schlägt mit seinem Artikel: Is Google making us stupid? in die selbe Kerbe. Und neulich erfuhr ich, dass es bereits eine Information Overload Research Group gibt, die gegen die geistige Umweltverschmutzung zu Feld zieht. Und nochmals Brian Runziman: Are we training ourselves to read in snacklet-sized portions, just McInformation, destroying our ability to take in anything deeper than a moderately evaporated bird bath?

We are "Double Sizing Us"!!!! with junk information - maybe because it´s just too simple to publish nowadays. Die Schwierigkeit heute besteht nur mehr darin zu entscheiden, was man für sich behält!

Als sich Nietzsche 1882 eine Schreibmaschine zulegte, bemerkte nach kurzer Zeit ein Freund, dass sich sein Stil verändert hat. “You are right,” Nietzsche replied, “our writing equipment takes part in the forming of our thoughts.” Under the sway of the machine, writes the German media scholar Friedrich A. Kittler, Nietzsche’s prose “changed from arguments to aphorisms, from thoughts to puns, from rhetoric to telegram style.” (siehe Nicholas Carr´s article)

Unsere Natur ist biegsam und fügt sich allzu schnell dem Diktat der Maschine. "Maschine?" sagen Sie, "Wir reden doch vom Web!" Genau das ist es ja. The Web has changed! It´s not the Web as we know it. It´s a World Wide Computer - a grid of functions, people and computing power. Warum ich Deutsch und Englisch mische? Weil ich Teil davon bin. Es spricht aus mir in 3 Sprachen. Und ich? Ich lass es laufen. Das ist Web. Das ist Blogging. Für die Literatur haben wir einschlägige Räume, die verschließbar sind.

Was macht das Web aus uns? Was bringt uns die De-Zentralisierung der Inhalte in Gestalt des Blogging? Bedeutet die Syndizierung der Inhalte über RSS wirklich bereits unsere Rettung - oder täuscht sie nur vor, dass wir noch irgend etwas in der Hand haben? Was muss eintreten, dass die Daten, die wir uns jeden Tag reinziehen, zu einer kritischen Masse werden und unser Handeln beeinflussen? Was bleibt von dem ganzen Geschwätz? Und: Wann gehen wir endgültig unter?

Wo doch ein Buch, ein Satz, ein Wort reichen würde - für den, der bereit ist zu verstehen.

Dienstag, 8. Juli 2008

Web 2.0 ein Randthema?

Wenn sie immer noch glauben, dass Web 2.0 ein Randthema oder künsltich gehypt ist, dann werfen sie doch einen Blick auf die Logotafel, die Franz Kühmayer in seinem Blog bereitstellt. Sie enthält viel mehr, als dieser kleine Ausschnitt vermuten lässt.

logotafel

http://www.go2web20.net/

Freitag, 20. Juni 2008

10 Ways to a killer blog

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Donnerstag, 5. Juni 2008

Nähe suchen und finden im Web 3.0 ...

Wer sich auf sogenannten Web 2.0-Plattformen bewegt und deren Services nutzt - egal, ob auf Flickr, Youtube, Facebook, Del.icio.us, Flock, Technorati, Squidoo, XING, Odeo, Twitter, etc. - wird bald merken, dass nach der Hysterie rund um das "soziale Web" der Katzenjammer bleibt.

Weil 1) die glorifizierte soziale Interaktion oft mehr ein soziales Getue, ein neurotisches Interagieren zwischen Voyeuren und Exhibitonisten ist und 2) das gravierende Problem des Suchens und Findens, der Selektion, in diesem explodierenden Sozialgemisch, in dem jeder jedem was zu sagen hat, nicht nur vertagt ist, sondern bedrohlicher sich zurückmeldet als je zuvor.

Vor diesem Hintergrund wird klar, warum heute so viel vom nächsten Web geredet wird, vom Web 3.0. Und dass dieses Web 3.0 - oder wie immer sie es nennen wollen - das "alte" Web 2.0 nicht ablösen, sondern ergänzen wird. So wie die klassichen Suchmaschinen mit ihren leistungsfähigen Algorythmen nicht aussterben, sondern ergänzt werden - durch spezialisierte Suchmaschinen, die diese Algorythmen mit Community-orientierten Gewichtungen (Tagging, Voting) versehen und interaktiv (RSS Feeds) weiterführen.

Lesenswert und viel umfassender dazu der Blogpost von Steve Palding: How To Split An Atom - in dem er auch eine Definition des Web 3.0 bringt, an die man sich halten kann: Highly specialized information silos, moderated by a cult of personality, validated by the community, and put into context with the inclusion of meta-data through widgets.

Und an anderer Stelle: If Web 3.0 is the Semantic Web, where computer agents read content like human beings do — then RSS will be its eyes (or at least its corrective lenses).

Mittwoch, 4. Juni 2008

Das soziale Rauschen ...

Im ethority-Weblog sehr interessantes Interview mit Josh Bernoff, Chefanalyst im Bereich Social Media bei Forrester und Autor von GROUNDSWELL, gefunden. Abgesehen vom eher uninspirierten Fragesteller, ein sehr hörenswerter Beitrag über den Einsatz / die Einführung von Social Media im Unternehmenskontext.

Die 7 Ratschläge:

1) Start small / don´t transform everything overnight - (start with a single objective / a clear project)
2) Find a project patron / a powerful person within your company that supports you
3) Line up other stakeholders from different departments
4) Move quickly, keep the momentum - (don´t wait until everything is perfectly done; have the courage to make your modifications on the run; there is no other choice)
5) Refer to best practices
6) Make friends - (find people who are in the same situation in their companies)
7) Measure your success - (sooner or later you have to justify time, energy and money you are spending in this project; so start thinking about things like conversion rates, lead generations, search engine optimization, etc.)



"Schön und gut, but what the hell is GROUNDSWELL?", werden Sie sagen. In einer Präsentation auf deren Website, die mit der Tagline "Winning in a world transformed by social technologies" - einen wichtigen Hinweis liefert, findet sich folgende Definition: GROUNDSWELL is "a social trend in which people use technologies to get the things they need from each other, rather than from traditional institutions like corporations".

Bringt uns das weiter? Durchaus. Denn demnach ist GROUNDSWELL nicht einfach ein anderer Begriff für Social Media, sondern bezeichnet vielmehr eine neue Umgangsform mit Technologie, eine neue Kulturfertigkeit. Gleichzeitig geht der Begriff, so wie ich ihn lese, darüber hinaus und meint auch die Effekte, die durch den neuen Umgang mit sozialen Technologien, ausgelöst werden - das "soziale Rauschen" eben.

Für weitere Definitionsversuche, die über die Leo-Klassiker wie "Dünung" oder "Grundströmung" hinausgehen, bin ich jedenfalls dankbar.

Samstag, 24. Mai 2008

Danke Twitter!

Manchmal braucht es eine Weile, bis man begreift, wozu Dinge taugen - wenn man davon absieht, dass sie gerade cool sind. So auch ging es mir bei Twitter: natürlich kannte ich einiges Beispiele für den sinnvollen Einsatz - vor allem in kleineren Einheiten (und nicht wie Scoble, der Paradeausbeuter seiner selbst, das macht). Aber weil ich nie ein Freund des Messaging war - fehlte mir bislang die Killeranwendung. Die Zeiten sind vorbei. Spätestens seit heute vormittag. Denn da saß ich im Auto und hörte nebenbei einen Song in FM4 - nebenbei merkte ich mir einige Textzeilen und dachte daran, ihn später zu googeln. Doch wider Erwarten verwiesen alle Suchergebnisse in die falschen Richtungen.

u-dont-know1Mein Ausweg: das FM4-Twitter-Service: aufgerufen, Uhrzeit nachgeschaut - präzise Titel und Interpret gefunden - und dann rein ins Googeln. Diese Umweg hat Spaß gemacht. Super Service.

Die Tonspur kam übrigens von Sneaky Pete: U don´t know. Free Download!

Donnerstag, 15. Mai 2008

Webtrends as a Map of Tokio ...

Die neuesten Trends im Internet gibt´s jetzt auch als Streckenplan von Tokio - mit virtuellen Linien wie der Google Ammunition Line, der Social Networks Line oder der Money Line, eine wenig besuchte Strecke, die jedoch durchs Zentrum führt.

Nett zum Aufhängen und meditieren. Die Stadt ist groß!

webtrends

Der Link kam übrigens von Hannes Treichls Blog. Danke!

Donnerstag, 8. Mai 2008

Vielfalt statt Einfalt ...

Es ist ein Wissen, das früher zum Allgemeingut gehörte, heute aber nur mehr in Nischen gepflegt wird: "Wenn eine Alm nicht mehr bewirtschaftet wird, dann wächst sie zu." Man nannte es "Schwenden" - woher auch der Name "Gschwand" für Alm sich ableitet. Jeder Almbesitzer musste seinen Gschwand-Beitrag leisten, um die Weidetätigkeit des Jungviehs zu ermöglichen und damit indirekt die Artenvielfalt sicher zu stellen.

alm

Diese Erkenntnis, dass kulturelle und biologische Vielfalt nicht zu trennen sind, ist die Grundlage des Satoyama-Projekts auf der Wiener Bodenkultur. SATOYAMA, japanisch für „Dorfberge“, bezeichnet ursprünglich die Berghänge in der Nähe von Dörfern, welche die Reisbaulandschaft umrahmen. Heute ist es ein zentraler Begriff für die traditionelle japanische Kulturlandschaft inklusive der Dörfer, ihrer Bewohner und ihrer Lebensweise. Gleichzeitig beschreibt es auch die Bedeutung all dessen für die Biodiversität und die menschliche Lebensqualität.

Zur Zeit gibt es auf der BOKU zu diesem Thema eine Konferenz, bei der sich Wissenschafter aus elf Ländern über die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Flower-Watching, Fish-Monitoring und Wood-Protecting austauschen.

Mein eindeutiger Favorit: Fish-Monitoring.

Montag, 28. April 2008

Web 2.0 laut Forrester nicht aufzuhalten ...

Die neueste Forrester-Studie ("Global Enterprise Web 2.0 Market Forecast: 2007 to 2013") zeigt, dass Web 2.0 alles andere als ein Hype ist. Konkret werden sich die Unternehmensinvestitionen in diesen Bereich in den nächsten 5 Jahren verzehnfachen. Zu erwarten ist ein enormer Konsolidierungsschub nicht nur für den Markt (im Sinne von Übernahmen), sondern auch für überholte Legacy-Anwendungen (in Form von Standardisierung), die die Entwicklung in diese Richtung bislang bremsten.

Interessantes Detail am Rande ist (laut Computerwoche), dass Blogs als isoliertes Werkzeug an Bedeutung einbüßen, während sie als Technologie in unterschiedlichsten Bereichen - Content Management Systemen (Wikis), Portal- udn ERP-Systeme - zu einem festen Bestandteil werden.

Das würde sich ja auch mit den Beobachtungen eines Mathew Ingram decken, der bereits vor einem halben Jahr in ArmchairGM.com - einer Kombination aus Blog und Community-Site - die Zukunft der Blogs zu erkennen glaubte.

forrester

Dienstag, 15. April 2008

Erfolgreich bloggen ...

Seth Godin schreibt in seinem Blogbeitrag "The healthy Gardener" über das Geheimnis erfolgreicher Blogs. Und siehe da: es unterscheidet sich nicht vom Geheimnis des Erfolgs in anderen Bereichen. Erfolg ist, wie beinahe überall, ein Nebeneffekt, oder - anders formuliert - ganz wesentlich nur über einen Umweg erreichbar.

"At a seminar at the local library, someone asked, "how do I make a lot of money blogging?" My guess is that at last week's seminar, the one on growing orchids, no one raised his hand and said, "how do I make a lot of money growing orchids?" Sure, people make money growing orchids. Some people probably get rich growing orchids. Not many though. And my guess is that the people who do make money gardening probably didn't set out to do so. Blogging is much the same way. The best bloggers make money, but mostly as a side effect, not as a direct result of setting out to use a blog to make a profit. It's just too long a ramp up time, too frustrating and too uncertain to be the best path to make a living."

Dazu passt ein Vortrag "Quantensprünge - Mensch und Innovation" von Prof. Anton Zeilinger beim Microsoft Launch von Windows Vista und dem neuen Office System 2007 ein, den er mit folgenden Worten beendet: "Erfolgreich ist, wer Ideen verfolgt."

Und noch etwas fürs Blogstammbuch: Vergessen Sie dabei nicht auf das Leben und bloggen Sie nicht bis der Arzt kommt. Man sieht es Leuten an, die nur mehr in ihrem Blog zuhause sind. Sie wollen ein Beispiel: der berühmte Robert Scoble, der tausende Twitter-Kontakte bedient und sklavisch produziert, wirkt schal im Vergleich zu Nicholas Carr, der manchmal tagelang kein Wort von sich gibt. Wer bloggt, braucht Pferdelungen und einen Rhythmus, der sich nicht gegen das Leben stellt.

Montag, 7. April 2008

Music as a service ...

Da hat sich Nicholas Carr diesmal aber ganz schön in die Nesseln gesetzt - bewusst wie ich meine - indem er beim Thema Copyright und Künstlerrechte dem guten alten Billy Bragg die Stange hält. Und damit der saloppen Freeconomics-Denke eine klare Absage erteilt.

The saddest, stupidest sentence I've ever read bezieht sich auf eine Aussage von Mike Arrington (TechCrunch): "Recorded music is nothing but marketing material to drive awareness of an artist.", die er zuspitzend ergänzt: "As a printed poem, one assumes, is nothing but marketing material to drive awareness of a poet. As a sculpture is nothing but marketing material to drive awareness of a sculptor. As a film is nothing but marketing material to drive awareness of a director."

Auch diesmal versteckt unsere Meta-Kultur ihre Perlen wieder einmal in den Kommentaren, die dem Post von Nicholas Carr erst seine ganze Tiefe verleihen. Denn dort erfahren wir auch, was David Bowie, ein Musik-Entrepreneur des 21. Jhdts, zu diesem Thema vor bereits mehr als 5 Jahren wie folgt präzisierte:

bowie"I don't even know why I would want to be on a label in a few years, because I don't think it's going to work by labels and by distribution systems in the same way. The absolute transformation of everything that we ever thought about music will take place within 10 years, and nothing is going to be able to stop it. I see absolutely no point in pretending that it's not going to happen. I'm fully confident that copyright, for instance, will no longer exist in 10 years, and authorship and intellectual property is in for such a bashing."

He even seems to have beaten Nick to the utility model for IT services as applied to music:

"Music itself is going to become like running water or electricity. So it's like, just take advantage of these last few years because none of this is ever going to happen again. You'd better be prepared for doing a lot of touring because that's really the only unique situation that's going to be left. It's terribly exciting. But on the other hand it doesn't matter if you think it's exciting or not; it's what's going to happen."


Die Website von David Bowie ist übrigens richtungweisend Blogplattform , Museum, Shop und Social Network in einem.

Sonntag, 6. April 2008

WAS FÜR EIN GLÜCK!

"Was für ein Glück, dass die Katze dort die Löcher im Fell hat, wo ihre Augen liegen." Aufgeschnappt im Interview mit unserem großen ERWIN WURM.
cat
found on: http://www.flickr.com/photos/the_des_bois/900148540/

Freue mich über alle Geschichten/Kommentare, die dieses Zitat illustrieren! Für die beste Geschichte gibt´s eine tolle Flasche Wein - don´t laugh, I mean it!

And last but not least for our english-speaking audience: "What luck, that the cat has it´s holes in the fur exactly where the eyes are."

Montag, 31. März 2008

Virales Marketing im Krieg der Sterne ...

... oder: wohin Sie sich Ihre Leadership-Position demnächst werden stecken können.

ALMBLITZ

Über Wegweisendes im Gebirg und in den Niederungen des Web

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