Dienstag, 2. Februar 2010

The Web 20 Suicide Machine

Der in Serbien geborene Medienkünstlers Gordan Savicic machte endlich das, was wir schon lange wollten. Mittlerweile folgten ihm 2100 Menschen und schickten mithilfe der Web20SuicideMachine 160.000 Facebook-Freundschaften und 270.000 Twitter-Nachrichten ins digitale Nirvana, wie der Kurier berichtet. Kein Wunder, dass die "Welt sind wir"-Facebook Manager sehr verschnupft darauf reagierten und mit Klagen drohten.

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web 2.0 suicide machine promotion from moddr_ on Vimeo.

Montag, 1. Februar 2010

Gerry McGovern schreibt einen Beitrag zur BlogParade ohne es zu wissen ...

Es sieht so aus, als hätte geschätzter Gerry McGovern gestern ebenfalls noch schnell einen Beitrag zum Thema BlogParade-Linkkultur loswerden müssen: Schade, dass er am Mittwoch nicht kommen kann ;-)

So hebt er an:
Modern organizations have armies of people trained in producing and publishing information, but there is a huge and growing lack of people who are skilled at organizing, analyzing and prioritizing it.

The Christmas 2009 airline-bombing attempt in the USA showed what can happen when there is too much information and too little skilled analysis. “It’s clear now that there were multiple signs in recent months that Abdulmutallab was a potential risk,” Bruce Crumley wrote for TIME in January 2010, “but they were simply lost in the unmanageable flood of information the U.S. intelligence and security agencies are designed to produce.”

As President Obama stated, “This was not a failure to collect intelligence, [but] a failure to integrate and understand the intelligence that we already had.” U.S. authorities are forced to sort through a massive flood of intelligence on a daily basis. “Connecting the dots becomes more difficult when multiple streams of intelligence empty into several different lakes,” the TIME article pointed out.



Und so endet er:

There is no greater skill a web professional needs to develop than the ability to create quality links. Many websites do not need more publishing. Rather, they need more linking of content in appropriate task journeys. Linking is a complex skill because it requires you to see the task through your customer’s eyes.

Was dazwischen steht, lesen sie hier!

Donnerstag, 28. Januar 2010

Lasst uns nicht allein!

Wir lauschen nun seit 15 Jahren dieser neuen, großen Erzählung namens Internet. Doch wir lauschten nicht nur. Wir wurden unter der Hand zunehmend Akteure in diesem Netz, das kein Zentrum hat, Rhizom-artig sich verfranst und mittlerweile jeden kleinsten Winkel unseres Daseins besetzt. Das neue Web, von dem alle sprechen, ist keine Welt der Repräsentation mehr, in der versucht wird, die physische Realität digital nachzubauen. Sie hat längst ihr eigens Bezugssystem geschaffen, ein chaotisches Netz aus Bezügen und Links, das wie ein doppelter Boden den Zugang zum Grund vereitelt.

”Get connected” ist die mythische Aufforderung unserer Tage, in der sich der Traum einer neuen Einheit selbst erzählt. Anders jedoch als beim klassischen Mythos, in dem Sprache noch magisch mit den Dingen verwoben war, ist hier von einer Einheit die Rede, die versucht, dem in der Medienvielfalt einheitsstiftenden globalen Netzwerk aus Computern, Anwendungen und Menschen eine soziale Utopie unterzujubeln. Dabei vergessen wir allzu leicht, dass es sich dabei immer noch um eine Erzählung von einer zukünftigen Welt handelt, die zum Mythos wird, sobald sie so tut, als hätte sie bereits stattgefunden.

Wir leben nach wir in einer Frühscheinzeit, wie Peter Glaser es einmal nannte. Und wir sind – immer noch und immer mehr – getriebene Hunde der Versprechen, die jeder neue Link bereithält. Wir suchen unser Heil in der Bewegung und messen die Qualität eines Blogs an den Links, die es bereithält, um schnell wieder von ihm fortzukommen.

Durch den Scan-Modus, den wir als Blog-Nomaden (und Content-Engines) uns angeeignet haben und den wir als Twitter-Maniacs (und Distribution-Engines) perfektionierten, schaffen wir es, aberwitzige Informationsmengen zu überfliegen. Und vergessen dabei im Rausch des Scannens und Weiterleitens allzu leicht auf den alten und etwas schwerfälligen Lektüre-Modus, auf das Hinterzimmer, in das wir uns zurückziehen, wenn wir nach Tiefe suchen. Das Web 2.0 ist wie eine Stadt ohne Hinterhöfe, ein Haus ohne Hinterzimmer. Ein Haus, in dem aus jedem Fenster eine Fahne hängt. Weil wir die Öffentlichkeit brauchen, um uns unserer Existenz zu versichern, lastet die Privatheit wie ein Fluch auf uns.

Denn wir wollen alles sein, nur keine fensterlosen Monaden. Nur nicht Offline. Deshalb verbinden wir uns. Deshalb verlinken wir. Weil uns das Netz auffängt. Und jeden Tag aufs Neue das Gefühl gibt, nicht allein zu sein.

Dieser Text ist ein Beitrag gedacht zur BLÖGGER Blog Parade zum Thema “Link Kultur”.

Und hier noch nachträglich eine Liste aller Beiträge und Auszüge daraus.

Montag, 25. Januar 2010

Ist Reinhold Messner der Helge Schneider der Berge?

Nehmen Sie sich die Zeit und machen Sie die Probe aufs Exempel. Hören Sie zumindest ein paar Minuten in das wunderbare FELSENRAD Video von und mit Helge Schneider.

helge

... und switchen Sie dann zum Interview mit Reinhold Messner. Ich verspreche Ihnen: spätestens nach 3 Minuten wissen Sie nicht mehr, wer sich hier über wen lustig macht. Über alle Zweifel erhaben ist nur Messner selbst, der definitiv vieles sein kann, nur kein Humorist.

helge2

Mittwoch, 6. Januar 2010

Eine Empfehlung, nein: ein Muss!

Die tägliche TweetKritik unter http://www.twitkrit.de.

Heute mit einem, wie es heißt, von Rühmkorf inspirierten Gedicht von Christian Kreis: "Des Morgens lese ich Adorno / Ich bin ein Mensch im Widerspruch / Denn abends schau ich einen Porno / Und wichse in mein Taschentuch”

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Music in the attic ...

... for Gerhard Treml, a very promising new inhabitor of our little think tank called pandora box. Welcome!

spektor

Freitag, 6. November 2009

Cool: Flickr Related Tag Search

Sie wollen den Unterschied wissen zwischen dem Web und der realen Welt? Im Web ist Suche immer denkbar einfach ... klicken Sie und staunen sie!

flickr-search

Dienstag, 20. Oktober 2009

DIE BILDER BEWEISEN ES

saudi_terroristen_ap20091019113958
(c) AP - Großer al-Qaida-Anschlag in Saudi-Arabien verhindert. Terroristen verkleideten sich als Frauen.

Die Presse, 19. Oktober 2009

ALMBLITZ liegen Informationen aus vertraulicher Quelle vor, die zeigen, dass es sich im Bild oben nicht um Terroristen handelt, die sich als Frauen verkleideten, sondern vielmehr um die Popgruppe No Angels, die im Rahmen der GTA (geheime Truppenbetreuung der Deutschen Bundeswehr in Afghanistan) mehrere Auftritte in Kabul absolvierte.

Freitag, 16. Oktober 2009

Music from a Tree

Diego Stocco - Music From A Tree from Diego Stocco on Vimeo.


In the garden of my house there's a tree with lots of randomly grown twigs. It looks odd and nice at the same time. One day I asked myself if I could create a piece of music with it.

To tune the tree I picked a fundamental note and tuned the twigs by trimming them with a pencil sharpener. I used two Røde NT6 and a NTG-2 as microphones, combined with a customized stethoscope.

I recorded the tracks live on a Pro Tools LE system. I didn't use any synthesizer or sampler to create or modify the sounds. All the sounds come from playing the tree, by bowing the twigs, shaking the leaves, playing rhythms on the cortex and so on.
Below you can see the video and some pictures with more detailed descriptions.
I hope you'll like it.


Yes, we do!

Dienstag, 13. Oktober 2009

THE PAST OF THE FUTURE, Vol. 1



It will never be the same again.
See (you at) Twitter 2038.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Tinguely's Enkel

AchimStiermann_LeichteSchwerkraftmaschine2
Achim Stiermann: Leichte Schwerkraftmaschine

Die Ausstellung "Funky Machines" im weissen haus zeigt anhand von 10 künstlerischen Positionen jüngste Beispiele zeitgenössischer Maschinenkunst von Emanuel Andel, Gabriele Edlbauer, Max Frey, Peter Fritzenwallner, Korinna Lindinger, David Moises/Chris Janka, Leo Peschta, Achim Stiermann, Johannes Vogl, und Julian Wallrath. Maschinen als Technologien ihrer selbst. Präziser, also teilbarer Humor. Nichts ist schwieriger als die Leichtigkeit. Deshalb gibt's ja so viel schwere Kunst. Tinguely's Enkel grüßen.

kunstverein das weisse haus
Wollzeile 1, 4. + 5. Stock
1010 Wien
Österreich
Ausstellungsdauer: 07.10. - 07.11.2009

Donnerstag, 1. Oktober 2009

CONTENT CURATOR - a manifesto like job description

In the near future, experts predict that content on the web will double every 72 hours. The detached analysis of an algorithm will no longer be enough to find what we are looking for. To satisfy the people's hunger for great content on any topic imaginable, there will need to be a new category of individual working online. Someone whose job it is not to create more content, but to make sense of all the content that others are creating. To find the best and most relevant content and bring it forward. The people who choose to take on this role will be known as Content Curators. The future of the social web will be driven by these Content Curators, who take it upon themselves to collect and share the best content online for others to consume and take on the role of citizen editors, publishing highly valuable compilations of content created by others. In time, these curators will bring more utility and order to the social web. In doing so, they will help to add a voice and point of view to organizations and companies that can connect them with customers - creating an entirely new dialogue based on valued content rather than just brand created marketing messages.

found in the: Influental Marketing Blog

Mittwoch, 30. September 2009

Honesty on the Internet

Weil ich nicht weiß, wer du bist, kann ich der sein, der ich nicht bin. Im Wissen, dass die Wahrheit nur eine aufgetakelte Lüge ist, sind wir uns nahe.

honesty

Montag, 21. September 2009

WikiLeaks, über das Unbehagen in der Kultur

"Auf Wikileaks lassen sich Dokumente einsehen, die eigentlich nie für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Das ärgert viele, doch es ist gut für die Welt." (Zeit Online).
Wow, denk ich mir zunächst und halte den Atem an: A small leak in an organisation, a big leap for mankind. Eine Web 2.0 Rakete gegen die Bösen der Welt. Das Time Magazine sagt: "... could become as important a journalistic tool as the Freedom of Information Act," (WikiLeaks), DIE ZEIT wiederholt, variiert auf hohem Niveau, fühlt offenkundig das Unbehagen an der Deutschen Geschichte und löst das Problem:

"Der Vorstand des Whistleblower-Netzwerks e.V. hat eine öffentliche Stellungnahme herausgegeben, in der die Bilanz zu Wikileaks eher kritisch ausfällt: 'Wikileaks kann Aufklärung anstoßen und einfordern, leistet sie aber bisher kaum.' Dies berge eine erhöhte Gefahr für Angeschuldigte, insbesondere wenn es um Einzelpersonen geht denen keine Medienmacht zur Richtigstellung und zum Zurückschlagen zur Verfügung stünde. (...)

Das allerdings zeugt von einem Denkfehler. Denn Wikileaks behauptet nicht, die Relevanz der Dokumente zu kennen, Wikileaks überprüft lediglich, ob das Dokument selbst echt ist."


Netter Versuch. Genausowenig wie man Lecks mit Lecks stopfen kann, kann man einen (vermeintlichen) Denkfehler mit dem nächsten korrigieren. Den Gründern und Betreibern von Wikileaks unbenommen: die gute Absicht, ebenso die reale, positive Kraft der Plattform im politischen Diskurs. Es bleibt die Frage: kann man Verantwortung, ob journalistisch oder politisch, outsourcen? Do we have a cultural history of defamation - and where has it got us?

ALMBLITZ ...

... happens when shepherds and dairymades in the mountains come together ones a while. It's a narrative flash, it's stories, faces, specially charged moments in time. It's about making content happen.

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