Sorry Vanessa!
Im jüngsten Brandeins die Geschichte über Vanessa Avalos gelesen. Ihre Berufsbezeichnung: Öffentliche Schreiberin in Mexiko City - genauer am Plaza Santo Domingo, wo sie mit ihrer elektrischen Schreibmaschine an einem Holztisch sitzt. Sie verfasst private Briefe und Schreiben, gestaltet Einladungen oder Visitenkarten und tippt für Schüler Hausaufgaben ab. Mit ihrer Tochter lebt sie in einer Drei-Zimmer-Wohnung.
"Die 'Escribanos' oder 'Evangelistas', wie sie im Volksmund heißen, haben in Mexiko Tradition. Ich habe schon als Kind zwischen den Schreibern und Druckmaschinen auf diesem Platz gespielt. Damals gab es noch viel mehr von uns. Vor allem Analphabeten ließen hier ihren Schriftverkehr erledigen. Manchmal ließen sie auch Liebesbriefe verfassen. Heute können die meisten Leute zwar schreiben, aber unsere Dienste sind immer noch gefragt."
Monatsverdienst, Grundkosten und Altersvorsorge: In guten Monaten verdient Vanessa Avalos bis zu 250 Euro. Ihre Wohnung kostet 100 Euro, für Lebensmittel und Haushalt gibt sie etwa 70 Euro aus. Material, die Wartung der Schreibmaschine und die Gebühr für den begehrten Standplatz kosten monatlich 45 Euro. Zudem zahlt sie einen Teil des Schulgeldes für die Kinder und versorgt ihren Pudel. Ihre einzige Altersvorsorge sind die Kinder.
Und ihre größte Bedrohung ist die Technisierung: "Die zunehmende Verbreitung von Computern ist schlecht fürs Geschäft. Aber Visitenkarten werden mit einer Schreibmaschine viel schöner. Deshalb werden wir nie ganz verdrängt werden."
Solange es die Liebe gibt ...
"Die 'Escribanos' oder 'Evangelistas', wie sie im Volksmund heißen, haben in Mexiko Tradition. Ich habe schon als Kind zwischen den Schreibern und Druckmaschinen auf diesem Platz gespielt. Damals gab es noch viel mehr von uns. Vor allem Analphabeten ließen hier ihren Schriftverkehr erledigen. Manchmal ließen sie auch Liebesbriefe verfassen. Heute können die meisten Leute zwar schreiben, aber unsere Dienste sind immer noch gefragt."
Monatsverdienst, Grundkosten und Altersvorsorge: In guten Monaten verdient Vanessa Avalos bis zu 250 Euro. Ihre Wohnung kostet 100 Euro, für Lebensmittel und Haushalt gibt sie etwa 70 Euro aus. Material, die Wartung der Schreibmaschine und die Gebühr für den begehrten Standplatz kosten monatlich 45 Euro. Zudem zahlt sie einen Teil des Schulgeldes für die Kinder und versorgt ihren Pudel. Ihre einzige Altersvorsorge sind die Kinder.
Und ihre größte Bedrohung ist die Technisierung: "Die zunehmende Verbreitung von Computern ist schlecht fürs Geschäft. Aber Visitenkarten werden mit einer Schreibmaschine viel schöner. Deshalb werden wir nie ganz verdrängt werden."
Solange es die Liebe gibt ...
coyote05 - 24. Jan, 14:15



