Grenzüberschreitend - auch im Kopf ...
"Reise in das Herz des Feindes" heißt das Buch des Exil-Irakers Najem Wali, der ein Tabu gebrochen hat und als erster arabischer Intellektueller Israel besucht und darüber geschrieben hat.
Gegenüber dem Standard erklärt er im Interview: "Als ich in Israel war, habe ich so viele Dinge, die ich etwa von meinen Großeltern in Erinnerung hatte, wieder gefunden. Zum Beispiel einen alten Bagdader Dialekt, den im Irak heute kaum jemand noch spricht. Das ist wirklich eigenartig, wie man diese alte Kultur in der neuen Heimat aufbewahrt hat. Mir ist auch klar geworden, dass der Untergang des Irak vorprogrammiert war, als die Juden das Land verlassen haben, die einen Großteil der Elite und der Oberschicht des Landes gestellt hatten. Das war ein Schock für mich" ...
und im Fokus: "Dieser Staat Israel ist gerade einmal 61 Jahre alt und eine echte und reife Demokratie. Wir Iraker mit unserer Jahrtausende alten Kultur haben nichts Annäherndes vorzuweisen. Den Arabern mit israelischer Staatsangehörigkeit geht es in Israel besser als den Arabern irgendwo sonst in der Region. Der Staat Israel behandelt seine Bürger mit Würde und Respekt." ...
und in der Frankfurter Rundschau ... "Haifa ist es gelungen, im alltäglichen Leben eine gewisse Balance zwischen Juden, Arabern, Templern und Drusen hinzubekommen. Später kamen noch viele russische Juden hinzu. Diese Art Schmelztiegel hat mich immer fasziniert. Es gibt so etwas wie eine gelebte Zweisprachigkeit. Die Jugend spricht Arabisch und Hebräisch. Haifa war die einzige israelische Stadt, die in ihrer Geschichte einen Bürgermeister arabischer Herkunft hatte, der von Juden und Arabern gleichermaßen gewählt wurde. Heute hat die multikulturelle Stadt einen Bürgermeister jüdischer Herkunft, der von allen religiösen Gemeinden respektiert wird. Es wäre naiv, jegliche Konflikte zu leugnen. Die Gefahr, dass diese geschürt werden, besteht immer. In Haifa gelingt es jedoch, auf ganz pragmatische Weise an die Konflikte heranzugehen."
Gegenüber dem Standard erklärt er im Interview: "Als ich in Israel war, habe ich so viele Dinge, die ich etwa von meinen Großeltern in Erinnerung hatte, wieder gefunden. Zum Beispiel einen alten Bagdader Dialekt, den im Irak heute kaum jemand noch spricht. Das ist wirklich eigenartig, wie man diese alte Kultur in der neuen Heimat aufbewahrt hat. Mir ist auch klar geworden, dass der Untergang des Irak vorprogrammiert war, als die Juden das Land verlassen haben, die einen Großteil der Elite und der Oberschicht des Landes gestellt hatten. Das war ein Schock für mich" ... und im Fokus: "Dieser Staat Israel ist gerade einmal 61 Jahre alt und eine echte und reife Demokratie. Wir Iraker mit unserer Jahrtausende alten Kultur haben nichts Annäherndes vorzuweisen. Den Arabern mit israelischer Staatsangehörigkeit geht es in Israel besser als den Arabern irgendwo sonst in der Region. Der Staat Israel behandelt seine Bürger mit Würde und Respekt." ...
und in der Frankfurter Rundschau ... "Haifa ist es gelungen, im alltäglichen Leben eine gewisse Balance zwischen Juden, Arabern, Templern und Drusen hinzubekommen. Später kamen noch viele russische Juden hinzu. Diese Art Schmelztiegel hat mich immer fasziniert. Es gibt so etwas wie eine gelebte Zweisprachigkeit. Die Jugend spricht Arabisch und Hebräisch. Haifa war die einzige israelische Stadt, die in ihrer Geschichte einen Bürgermeister arabischer Herkunft hatte, der von Juden und Arabern gleichermaßen gewählt wurde. Heute hat die multikulturelle Stadt einen Bürgermeister jüdischer Herkunft, der von allen religiösen Gemeinden respektiert wird. Es wäre naiv, jegliche Konflikte zu leugnen. Die Gefahr, dass diese geschürt werden, besteht immer. In Haifa gelingt es jedoch, auf ganz pragmatische Weise an die Konflikte heranzugehen."
coyote05 - 13. Feb, 12:13



