Meerschweinchen interviewt Meerschweinchen
Heute gilt einer, nur weil er im Internet groß geworden ist, bereits als "Internet-Experte". Dabei ist er bestenfalls ein aufschlussreiches "Exemplar". (Mehr zu dieser Unterscheidung lesen Sie hier). Exemplare sind Blaupausen des Status quo. Sie bilden ab. Nicht mehr, nicht weniger. Je präziser, desto besser. Experten hingegen sollten in der Lage sein, über diesen Status quo nachzudenken, in der Lage, ihn mit anderen Horizonten/Welten zu konfrontieren und neue, unerwartete Verbindungen herzustellen. Verbindungen, die erhellen und keine Netze zum Schulterklopfen.
So war Marketing-Experte Grünwald einer der ersten hierzulande, der voller Freude und ganz ohne Hinter-Gedanken sein Bewegungsprofil auf Facebook veröffentlichte. Das ist sein gutes Recht. Auch ist es ihm freigestellt, indirekt zu behaupten, dass diese Geolocation-Sache, die Apple ohne Rücksprache mit den iPhone-Usern gestartet hat und nun auch unkommentiert fortsetzt, nur jene irritiert, die in ihrem Leben etwas zu verbergen haben. Aber zu argumentieren, dass diese Daten nur lokal, also auf dem iPhone des Benutzers vorliegen, ist bei einer Appliance wie dem iPhone, bei der nichts aber auch nichts mehr nur lokal passiert, geradezu fahrlässig und volksverblödend. Verzeihen Sie Frau Brodnig: so etwas darf man – und das ist Teil der journalistischen Arbeit – nicht einfach so stehen lassen, will man sich nicht zum Komplizen derer machen, die einen bewusst- und gedankenlosen Umgang mit neuen Technologien für ihre Zwecke nutzen.
Ein Leserbrief an den Falter.
So war Marketing-Experte Grünwald einer der ersten hierzulande, der voller Freude und ganz ohne Hinter-Gedanken sein Bewegungsprofil auf Facebook veröffentlichte. Das ist sein gutes Recht. Auch ist es ihm freigestellt, indirekt zu behaupten, dass diese Geolocation-Sache, die Apple ohne Rücksprache mit den iPhone-Usern gestartet hat und nun auch unkommentiert fortsetzt, nur jene irritiert, die in ihrem Leben etwas zu verbergen haben. Aber zu argumentieren, dass diese Daten nur lokal, also auf dem iPhone des Benutzers vorliegen, ist bei einer Appliance wie dem iPhone, bei der nichts aber auch nichts mehr nur lokal passiert, geradezu fahrlässig und volksverblödend. Verzeihen Sie Frau Brodnig: so etwas darf man – und das ist Teil der journalistischen Arbeit – nicht einfach so stehen lassen, will man sich nicht zum Komplizen derer machen, die einen bewusst- und gedankenlosen Umgang mit neuen Technologien für ihre Zwecke nutzen.
Ein Leserbrief an den Falter.
coyote05 - 29. Apr, 13:48



