Macht das Web dumm?
Is the quick-read/Wikipedia-checking/information-now/skim-over-it/RSS-aggregating culture affecting our ability to take in deeper information? ...fragt Biran Runciman in seinem Blog zurecht und zitiert dabei nicht nur die Gartner Group, die den Gipfel der "unwanted objects on the web" bei mehr als 100 Millionen Blogs weltweit erreicht sieht.
Nicholas Carr schlägt mit seinem Artikel: Is Google making us stupid? in die selbe Kerbe. Und neulich erfuhr ich, dass es bereits eine Information Overload Research Group gibt, die gegen die geistige Umweltverschmutzung zu Feld zieht. Und nochmals Brian Runziman: Are we training ourselves to read in snacklet-sized portions, just McInformation, destroying our ability to take in anything deeper than a moderately evaporated bird bath?
We are "Double Sizing Us"!!!! with junk information - maybe because it´s just too simple to publish nowadays. Die Schwierigkeit heute besteht nur mehr darin zu entscheiden, was man für sich behält!
Als sich Nietzsche 1882 eine Schreibmaschine zulegte, bemerkte nach kurzer Zeit ein Freund, dass sich sein Stil verändert hat. “You are right,” Nietzsche replied, “our writing equipment takes part in the forming of our thoughts.” Under the sway of the machine, writes the German media scholar Friedrich A. Kittler, Nietzsche’s prose “changed from arguments to aphorisms, from thoughts to puns, from rhetoric to telegram style.” (siehe Nicholas Carr´s article)
Unsere Natur ist biegsam und fügt sich allzu schnell dem Diktat der Maschine. "Maschine?" sagen Sie, "Wir reden doch vom Web!" Genau das ist es ja. The Web has changed! It´s not the Web as we know it. It´s a World Wide Computer - a grid of functions, people and computing power. Warum ich Deutsch und Englisch mische? Weil ich Teil davon bin. Es spricht aus mir in 3 Sprachen. Und ich? Ich lass es laufen. Das ist Web. Das ist Blogging. Für die Literatur haben wir einschlägige Räume, die verschließbar sind.
Was macht das Web aus uns? Was bringt uns die De-Zentralisierung der Inhalte in Gestalt des Blogging? Bedeutet die Syndizierung der Inhalte über RSS wirklich bereits unsere Rettung - oder täuscht sie nur vor, dass wir noch irgend etwas in der Hand haben? Was muss eintreten, dass die Daten, die wir uns jeden Tag reinziehen, zu einer kritischen Masse werden und unser Handeln beeinflussen? Was bleibt von dem ganzen Geschwätz? Und: Wann gehen wir endgültig unter?
Wo doch ein Buch, ein Satz, ein Wort reichen würde - für den, der bereit ist zu verstehen.
Nicholas Carr schlägt mit seinem Artikel: Is Google making us stupid? in die selbe Kerbe. Und neulich erfuhr ich, dass es bereits eine Information Overload Research Group gibt, die gegen die geistige Umweltverschmutzung zu Feld zieht. Und nochmals Brian Runziman: Are we training ourselves to read in snacklet-sized portions, just McInformation, destroying our ability to take in anything deeper than a moderately evaporated bird bath?
We are "Double Sizing Us"!!!! with junk information - maybe because it´s just too simple to publish nowadays. Die Schwierigkeit heute besteht nur mehr darin zu entscheiden, was man für sich behält!
Als sich Nietzsche 1882 eine Schreibmaschine zulegte, bemerkte nach kurzer Zeit ein Freund, dass sich sein Stil verändert hat. “You are right,” Nietzsche replied, “our writing equipment takes part in the forming of our thoughts.” Under the sway of the machine, writes the German media scholar Friedrich A. Kittler, Nietzsche’s prose “changed from arguments to aphorisms, from thoughts to puns, from rhetoric to telegram style.” (siehe Nicholas Carr´s article)
Unsere Natur ist biegsam und fügt sich allzu schnell dem Diktat der Maschine. "Maschine?" sagen Sie, "Wir reden doch vom Web!" Genau das ist es ja. The Web has changed! It´s not the Web as we know it. It´s a World Wide Computer - a grid of functions, people and computing power. Warum ich Deutsch und Englisch mische? Weil ich Teil davon bin. Es spricht aus mir in 3 Sprachen. Und ich? Ich lass es laufen. Das ist Web. Das ist Blogging. Für die Literatur haben wir einschlägige Räume, die verschließbar sind.
Was macht das Web aus uns? Was bringt uns die De-Zentralisierung der Inhalte in Gestalt des Blogging? Bedeutet die Syndizierung der Inhalte über RSS wirklich bereits unsere Rettung - oder täuscht sie nur vor, dass wir noch irgend etwas in der Hand haben? Was muss eintreten, dass die Daten, die wir uns jeden Tag reinziehen, zu einer kritischen Masse werden und unser Handeln beeinflussen? Was bleibt von dem ganzen Geschwätz? Und: Wann gehen wir endgültig unter?
Wo doch ein Buch, ein Satz, ein Wort reichen würde - für den, der bereit ist zu verstehen.
coyote05 - 10. Jul, 08:32




das problem ist der inhalt....
oder: nicht wir machen das netz, das netz macht uns!
da das netz sich mit den banalsten gedankenschnipseln der menschheit anfüllt, wird es immer schwieriger, eine art holistische, das heist, verbundene und zusammengehörige, information zu erschliessen.
ferner wird das netz, wie so vieles, nur konsumiert. niemand wird duch benutzen eines taschenrechners, der massenweise funktionen beherrscht, mathematik erlernen. niemand wird durch benutzen des netzes, ohne umweg über den verstand, klüger oder gar gebildeter werden - die informationsbeliebigkeit, was menge und qualität angeht, trennt eben nicht die spreu vom weizen. einzig unser geist ist fähig, zu beurteilen, ob sich die erde um die sonne, oder die sonne um die erde dreht - unsere sinnesdaten reichen dazu kaum aus.
für meine sinne