Gescrollte Welten ...
Ruth Horak schreibt im Katalog zur Ausstellung "TRACES" über Ihren Umgang mit allem: "Die Möglichkeit, es später nachsehen zu können, ist verhängnisvoll: Ich betrachte die Dinge tatsächlich nur mehr oberflächlich."

Das hat was. Scannend und scrollend bewegen wir uns durch die Welt - vorbei an jeder Untiefe. Seit wir uns mit dem Projekt PILGRIMAGE beschäftigen, weiß ich noch besser, was sie meint. Denn je näher unsere Vernissage rückt - die pünktlich zur Finissage der Ausstellung TRACES, alle Spuren verwischen wird -, umso näher rückt auch der Zeitpunkt der Trennung. Von den Bildern, die für uns solange Material waren, bis wir sie zum ersten Mal anschauten, als gäbe es sie schon nicht mehr.
Wir blicken uns an wie Infizierte. Denn es gibt keinen unter uns, der mit dem Material nicht in Berührung gekommen ist. Jetzt stark bleiben. Konzeptionell zuspitzen, nachlegen. Mogeln kommt nicht in Betracht. Diese Ausstellung ist für den Weltraum bestimmt. Punkt. Und stellt sich für die Zurückbleibenden dar als Entsorgung. Ihr terrestrisches Pendant wird ein weißes Rauschen sein. Sonst nichts. Da kann man nichts machen.
Doch bevor diese Ausstellung beginnt und damit für immer verloren ist, werden wir das Material in einem einzigen konzentrierten und feierlichen Akt der Vergegenwärtigung sichten und verabschieden zugleich. Franz Reisecker liefert mit seinem "Road to Nowhere" die Audiospur. Danach geht alles sehr schnell. Mit Lichtgeschwindigkeit weg von uns wird die Bilderwolke abgeschossen, auf dass alle Spuren verlöschen.
Und wir? Wir werden aus dieser Geschichte erwachen, wie aus einem Traum, der am Ende all die Bilder, die er hervorgebracht hat, wieder einpackt und uns alleinlässt mit den Resten, mit den Krümeln, der Erinnerung pur. Und: wir werden uns einsam fühlen mit dieser gestotterten Geschichte, die keine Währung ist im flüchtigen Tausch - und einer Sorge weniger.
PILGRIMAGE - VERNISSAGE, Künstlerhaus Wien.
Am 8. Dezember, um 16:00 Uhr CET ist es soweit.
Schauen Sie vorbei. Gänsehaut pur!

Das hat was. Scannend und scrollend bewegen wir uns durch die Welt - vorbei an jeder Untiefe. Seit wir uns mit dem Projekt PILGRIMAGE beschäftigen, weiß ich noch besser, was sie meint. Denn je näher unsere Vernissage rückt - die pünktlich zur Finissage der Ausstellung TRACES, alle Spuren verwischen wird -, umso näher rückt auch der Zeitpunkt der Trennung. Von den Bildern, die für uns solange Material waren, bis wir sie zum ersten Mal anschauten, als gäbe es sie schon nicht mehr.
Wir blicken uns an wie Infizierte. Denn es gibt keinen unter uns, der mit dem Material nicht in Berührung gekommen ist. Jetzt stark bleiben. Konzeptionell zuspitzen, nachlegen. Mogeln kommt nicht in Betracht. Diese Ausstellung ist für den Weltraum bestimmt. Punkt. Und stellt sich für die Zurückbleibenden dar als Entsorgung. Ihr terrestrisches Pendant wird ein weißes Rauschen sein. Sonst nichts. Da kann man nichts machen.
Doch bevor diese Ausstellung beginnt und damit für immer verloren ist, werden wir das Material in einem einzigen konzentrierten und feierlichen Akt der Vergegenwärtigung sichten und verabschieden zugleich. Franz Reisecker liefert mit seinem "Road to Nowhere" die Audiospur. Danach geht alles sehr schnell. Mit Lichtgeschwindigkeit weg von uns wird die Bilderwolke abgeschossen, auf dass alle Spuren verlöschen.
Und wir? Wir werden aus dieser Geschichte erwachen, wie aus einem Traum, der am Ende all die Bilder, die er hervorgebracht hat, wieder einpackt und uns alleinlässt mit den Resten, mit den Krümeln, der Erinnerung pur. Und: wir werden uns einsam fühlen mit dieser gestotterten Geschichte, die keine Währung ist im flüchtigen Tausch - und einer Sorge weniger.
PILGRIMAGE - VERNISSAGE, Künstlerhaus Wien.
Am 8. Dezember, um 16:00 Uhr CET ist es soweit.
Schauen Sie vorbei. Gänsehaut pur!
coyote05 - 2. Dez, 22:17



