Das war "Social Media" - ein Abgesang
Mit dem Wahlkampf von Obama waren Social Media plötzlich in aller Munde. Seit wenigen Tagen bestreitet die ÖVP ihren ersten Web20-Europa-Wahlkampf. Das ist der Anfang vom Ende. Social Media war eine Bewegung von unten, übrigens genauso wie der Life-Ball, den Gregor Auenhammer im Print-Standard retten möchte. Doch der ist als Mainstream ebensowenig zu retten wie Social Media.

"Wenn ernsthafte gesellschaftliche Anliegen wie die Forderung nach Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in einer Wedding Chapel - sponsored by XY" verkitscht werden," und die "fantasievollen Konvertierungen eines Ich oder Über-Ich durch postulierte Motti wie "Märchen" oder "Weltall" zu Kostümierungen degradiert, perrvertiert werden, dann wird aus dem Life Ball der Villacher Fasching." Das ist stimmig.
Wenn Politiker ihre Dialogangst kaschieren, indem sie leise Twittern, oder, um authentisch zu sein verwackelte You-Tube-Videos posten und sich durch Facebook die Fortsetzung ihrer Freunderlwirtschaft erhoffen, dann mag das alles irgendwie lustig sein - es ist aber auch der Abgesang einer durchaus explosiven Technologie durch die totale Vereinnahmung der Kulturindustrie. So funktioniert die Dialektik - auch im 21. Jhdt. - Totgesagte leben länger.
Was natürlich nicht heißt, dass man Social Media nicht intelligent einsetzen könnte. Was aber sehr wohl heißt, dass der bloße Einsatz von Social Media überhaupt nichts mehr bedeutet. Und was heißt, dass auch in diesem Bereich die Zeit der Differenzierung angebrochen ist. Tut leid. Social-Media-Schunkeln ist vorbei. Da sollen sich alle Social Media Mitläufer hinter die Ohren schreiben. Der bloße Gebrauch dieser Technologien reicht nicht mehr aus, um cool zu sein!!! Sie haben ihre Unschuld verloren.
Nachsatz: Und wer glaubt, dass Werbung-2.0 bedeutet, seine Produkte auf Facebook zu vertreiben - Beispiele gibt es genug - dem ist ohnehin nicht zu helfen. Viel alter Wein in neuen Schläuchen.

"Wenn ernsthafte gesellschaftliche Anliegen wie die Forderung nach Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in einer Wedding Chapel - sponsored by XY" verkitscht werden," und die "fantasievollen Konvertierungen eines Ich oder Über-Ich durch postulierte Motti wie "Märchen" oder "Weltall" zu Kostümierungen degradiert, perrvertiert werden, dann wird aus dem Life Ball der Villacher Fasching." Das ist stimmig.
Wenn Politiker ihre Dialogangst kaschieren, indem sie leise Twittern, oder, um authentisch zu sein verwackelte You-Tube-Videos posten und sich durch Facebook die Fortsetzung ihrer Freunderlwirtschaft erhoffen, dann mag das alles irgendwie lustig sein - es ist aber auch der Abgesang einer durchaus explosiven Technologie durch die totale Vereinnahmung der Kulturindustrie. So funktioniert die Dialektik - auch im 21. Jhdt. - Totgesagte leben länger.
Was natürlich nicht heißt, dass man Social Media nicht intelligent einsetzen könnte. Was aber sehr wohl heißt, dass der bloße Einsatz von Social Media überhaupt nichts mehr bedeutet. Und was heißt, dass auch in diesem Bereich die Zeit der Differenzierung angebrochen ist. Tut leid. Social-Media-Schunkeln ist vorbei. Da sollen sich alle Social Media Mitläufer hinter die Ohren schreiben. Der bloße Gebrauch dieser Technologien reicht nicht mehr aus, um cool zu sein!!! Sie haben ihre Unschuld verloren.
Nachsatz: Und wer glaubt, dass Werbung-2.0 bedeutet, seine Produkte auf Facebook zu vertreiben - Beispiele gibt es genug - dem ist ohnehin nicht zu helfen. Viel alter Wein in neuen Schläuchen.
coyote05 - 13. Mai, 08:36



