Wiedergesehen. 15 Jahre später. Ein Film von
Clemens Klopfenstein, der mittlerweile in Umbrien (Bevagna) lebt und von dort auch das so erfrischend dilletantische Making-Off zur DVD spricht. 18 Jahre später. Dieser Mann muss mit niemandem technologisch konkurrieren. Er hat etwas zu sagen. Auch damals schon, als er 1987/88 die Geschichte von einem Schweizer erzählte, der sich nach einem Flugzeugabsturz nur mit Mühe mit seinem Tod abfinden kann. Er findet sich vom Meer ausgespuckt wieder in Macao, wo es ihm eigentlich an nichts mangelt, er aber immer daneben steht, neben seinen Schuhen.
Vollkommen nicht zu Hause. Was für eine Daseinsmetapher.
Im Sommer 2007 - also 20 JAhre später - war dieser Film wiederzusehen und wurde zu einem der großen Highlights beim
Maine International Film Festival -
"with people fighting for tickets. MACAO reminds us that we, like a film, are shadows on a screen, briefly flickering, imprinted in the memory of those who loved us”. Ein Film also, der gleichermaßen um das Leben und die wundersame Kraft der Liebe kreist. Ein Film, in dem es dunkel ist, wenn es dunkel ist.
Ich denke an die begnadete
Simone Weil, die einmal sagte:
"Die Abwesenheit ist nur eine andere Form zu erscheinen." Und heute? Alle und alles anwesend. Und wir an allen Ecken und Enden erschlossen, beleuchtet, verkabelt oder verbluetootht. Was nicht da ist, gibt es nicht. Und selbst die existenziellen Momente werden uns von schwedischen Einrichtungshäusern vorgesprochen: Wohnst du noch oder lebst du schon?
MACAO oder kannst du mich noch einmal kneifen?
coyote05 - 31. Dez, 09:26